Wenn man Veloferien in der Toskana verbringt, kommt man an einem Begriff kaum vorbei: Strade Bianche.
Diese hellen, staubigen Schotterstrassen gehören für viele zu den schönsten Gravel- und Radwegen Europas – und sind ein Highlight beim Gravelbiken in der Toskana. Und das Schöne daran ist: Wer an diesem Tag nicht mit dem Gravelbike unterwegs sein möchte, ist in Siena bestens aufgehoben. Die Stadt lädt zum Schlendern, Kaffee trinken und Entdecken ein, während andere auf dem Rad unterwegs sind. Jeder kann seinem eigenen Rhythmus folgen – und am Ende trifft man sich wieder, mit neuen Eindrücken im Gepäck.
Früh los – Start in Massa Marittima
Wir hatten schon am Vorabend alles vorbereitet, damit wir am nächsten Morgen früh loskonnten. Unten am Domplatz holten wir noch kurz etwas vom Bäcker – dann ging es los, hinaus aus Massa Marittima und Richtung Siena.
Unser Ziel: Siena. Nicht nur wegen der berühmten Radstrecken, sondern auch wegen der Atmosphäre, der Geschichte und des guten Essens.
Zwischenstopp bei der Abbazia San Galgano
Auf dem Weg legten wir einen kurzen Halt bei der Abbazia San Galgano ein.
Diese offene Klosterruine mitten in der Landschaft ist jedes Mal beeindruckend – egal, wie oft man sie schon gesehen hat. Die Mauern ohne Dach, der Himmel darüber, die Ruhe rundherum.
Ganz in der Nähe befindet sich auch das berühmte Schwert im Stein in der kleinen Kapelle von Montesiepi.
Wir hielten uns diesmal bewusst kurz, nahmen ein paar Fotos und beschlossen, den Ort ein anderes Mal in Ruhe zu erkunden. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch gut auf dem Rückweg einplanen und die besondere Atmosphäre in Ruhe geniessen.
Ankunft in Siena – Strade Bianche & Altstadt erleben
In Siena parkten wir in der Nähe des Zentrums – perfekt, um schnell mittendrin zu sein.
Während Pascal, Noah und Mattia eine kleine Gravelrunde auf einem Abschnitt der Strade Bianche machten, blieb ich im historischen Zentrum. Ich schlenderte durch die engen Gassen, setzte mich am Rand von Piazza del Campo, beobachtete das «Italianità», trank einen Capuccino. So kam jeder auf seine Kosten.
Tipp: Achtung bei der Anfahrt ins Zentrum – in vielen Städten in Italien, auch in Siena, gibt es sogenannte ZTL-Zonen (verkehrsberuhigte Bereiche). Touristen zahlen schnell hohe Strafen, wenn sie versehentlich hineinfahren. Leider gibt es hier kaum Kulanz – also besser vorher einen Parkplatz ausserhalb der ZTL suchen!
Unsere Gravel-Route ab Porta Romana findest du hier:

Genuss & Kultur in der Altstadt
Wir trafen uns später wieder auf der Piazza del Campo und gönnten uns gemeinsam eine Pizza. Ein kleines Highlight war der Besuch in der Pasticceria Nannini, einer historischen Konditorei mit feinen Süssigkeiten und typisch toskanischem Flair.Im Bialetti Moka Shop blieben wir ebenfalls kurz stehen – die Moka ist längst mehr als ein Küchenutensil, sie steht für den italienischen Alltag und das bewusste Kaffeetrinken zu Hause.
Siena ist ausserdem bekannt für seine Lederwaren. In kleinen Läden finden sich Taschen, Gürtel und Schuhe, handwerklich gefertigt und zeitlos – Dinge, die man nicht sucht, aber manchmal einfach mitnimmt!
Zurück nach Massa Marittima
Am Nachmittag machten wir uns gemütlich auf den Rückweg nach Massa Marittima. Der Tagesausflug war abwechslungsreich, entspannt und voller Eindrücke.
Genau solche Tage machen für uns Veloferien mit der Familie in der Toskana aus: Bewegung und Ruhe, Aktivität und Genuss – alles nebeneinander, ohne Druck.
Und am Abend, wenn die Sonne langsam untergeht und es still wird, weiss man wieder, warum man sich genau hier zu Hause fühlt – mit einem Teller Pasta, einem Glas Wein auf der Terrasse und dem Gefühl, dass der Tag genau richtig war!




